Nordmann Unternehmensgruppe auf Investitionskurs

Die Nordmann Unternehmensgruppe aus Wildeshausen investiert im Jahr 2018 über 10 Mio. Euro in den Ausbau ihrer Geschäftsfelder sowie in die Digitalisierung und die Logistik an allen Standorten. Dies betrifft den Getränke- und Gastronomiegroßhandel an den Standorten Wildeshausen, Stralsund, Hamburg und Berlin, die Ratsherrn Brauerei am Standort Hamburg sowie die Braugasthäuser norddeutschlandweit.

1908 gegründet, wird die Nordmann Unternehmensgruppe als mittelständisches Familienunternehmen heute in der vierten Generation von den Brüdern Oliver Nordmann und Fritz-Dieter Nordmann geführt (Foto v.l.n.r. Oliver Nordmann, Fritz-Dieter Nordmann und Geschäftsführer Roland Damme; Copyright: Teutenberg). „Wir haben unser Unternehmen im vergangenen Jahr durchleuchtet und umgebaut“, so Inhaber Fritz-Dieter Nordmann. Die Initialzündung war die Abgabe der Mehrheitsbeteiligung an der Team Beverage AG, einer von Nordmann initiierten und mittlerweile marktführenden Distributions-, Einkaufs-, Vermarktungs- und Dienstleistungsplattform der Getränkebranche in Deutschland. Oliver Nordmann meint: „Nun können wir kräftig in unser Kerngeschäft vor Ort investieren.“ Bereits 2017 wurde im zweistelligen Millionenbereich in neue Beteiligungen und Standorte investiert. Mit der Beteiligung an dem technologiegetriebenen Start-up Tales of Taste investierte Nordmann in die Digitalisierung. Gleichzeitig trennte man sich vom Lebensmitteleinzelhandel-abhängigen Logistikstandort Hannover. Das Ergebnis der neuen Weichenstellungen in 2018 ist eine Fokussierung auf drei Säulen: den gastronomieorientierten Getränkehandel mit Logistik und Online-Vertrieb, die Ratsherrn Brauerei mit dem international ausgerichteten Craftbeer-Handel sowie die Braugasthäuser als Systemgastronomie-Sparte.

Oliver Nordmann: „Um fit für die Zukunft zu sein, haben wir die Geschäftsmodelle geschärft und auf unsere Kernkompetenzen als Mittelständler fokussiert. Dies sind regionale Märkte, in denen wir nah am Kunden sind sowie Geschäftsfelder, in denen wir unabhängig und frei gestalten können. Schließlich ist unser wichtigstes Asset, dass unsere Unternehmen zukunfts- und leistungsfähig aufgestellt sind und profitabel in die nächste Generation geführt werden.“ Im Getränkehandel allein wird in die Digitalisierung von Geschäftsprozessen im niedrigen siebenstelligen Bereich investiert. Hiervon profitieren alle Standorte. In der Hamburger Ratsherrn Brauerei steht der Eintritt in Auslandsmärkte mit aktuell 12 Ratsherrn-Sorten im Fokus. Hier konnten jüngst Kontrakte mit Kunden in den USA, China, Schottland und Skandinavien geschlossen werden. Im Craftbeer Im- und Export baut Nordmann über die Hamburg Beer Company seine Marktanteile aus. Hier stehen 2018/19 Investitionen in neue Produktionsanlagen und -hallen sowie in IT-Systeme an. Im Bereich der Braugasthäuser (Altes Mädchen, Doldenmädel) stehen nach der erfolgreichen Etablierung in Hamburg, Stralsund, Binz und Berlin in diesem Jahr zwei Neueröffnungen an. „Die Expansion mit unseren Braugasthäusern hat hohe Priorität“, so Oliver Nordmann. „Sie sind die besten Botschafter und Verkäufer unserer eigenen Ratsherrn Bierspezialitäten.“ Nordmann wird auch weiter in Nachhaltigkeit investieren. So stammt beispielsweise das Rindfleisch, das in den Braugasthäusern auf den Tisch kommt, schon jetzt zu 100 Prozent aus der eigenen Öko-Metzgerei in Vorpommern. „Wir verbessern unsere Nachhaltigkeitsbilanz systematisch“, betont Oliver Nordmann (www.nordmann-gruppe.de).